droidcon 2011

Freitag, 25. März 2011
Solange die Eindrücke noch frisch sind, wollen wir für uns ein kurzes Resümee der droidcon 2011 in Berlin ziehen. Wir waren dieses Jahr das erste Mal dort und besuchten das Barcamp und die Konferenz am nächsten Tag. Wir haben uns Austausch erhofft, neue Erkenntnisse und viele Informationen, vor allem zur neuen Android Version Honeycomb.

Die Besuchermenge auf dem Barcamp war riesig, so groß in der Tat, dass die Veranstalter davon abgesehen haben, sich jeden einzeln vorstellen zu lassen und anstatt dessen Zusammenfassungen von jeweils drei nebeneinandersitzenden Teilnehmern gemacht wurden. Die Sessions waren wild durchmischt von "total interessant" bis "interessiert mich gar nicht". Leider fielen viele der interessanten Sessions auf dieselben Zeitfenster, aber auch so konnten wir einiges sehen. Besonders spannend fand ich den Workshop "Design Thinking" von der Firma inventedhere, der über zwei Stunden ging und in der in kleinen Gruppen wirklich coole App-Ideen entstanden. Leider war allerdings die Zeit zu knapp bemessen, so dass für die tatsächliche Prototyping-Phase nur noch 10 Minuten übrig blieben. Timo hat spontan eine Session über State Management gehalten, die sehr interessant war. Die weiteren Sessions boten allerdings wenig bis nichts Neues für uns und so wurde der Höhepunkt des Tages der Moment, an dem ich ein Motorola Xoom in der Hand halten und benutzen durfte, gleichauf mit dem Ausprobieren des LG Optimus 3D und dicht gefolgt vom Testen des Xperia Play. HTC hatte zwar auch einen Stand, stellte jedoch keine neuen Geräte vor, dafür waren die HTC Jungs aber sehr nett und informativ.

Auf der Konferenz waren vor allem vormittags einige interessante Vorträge angesetzt, die wir auf keinen Fall verpassen wollten. Die Keynotes über Tablets und Augmented Reality boten einen spannenden Ausblick auf die Möglichkeiten der Zukunft und teilweise auch schon der Gegenwart. Leider erschien uns aber die kurze Vortragsdauer aller Sessions von 30 Minuten als durchweg zu kurz. Immer wenn es spannend wurde, musste die Session beendet werden. Teilweise beeilten sich die Referenten aufgrund des kleinen Zeitfensters auch so sehr, dass sie nach 10 Minuten fertig waren und ein spannendes Thema dadurch nur sehr grob angeschnitten wurde.
Besonders gefreut hatte ich mich auf den Honeycomb Vortrag direkt von Google, viel Neues wurde aber auch dabei nicht erzählt. Weitere Vorträge gingen um Sensoren, neue Features von Gingerbread und Honeycomb, Cloud-to-Device Messaging und vieles mehr.

Ich persönlich hätte mir längere Vorträge gewünscht, mehr Details, mehr Code-Beispiele, mehr UX, mehr Interaktion, mehr von allem. Durch den sehr knapp bemessenen Zeitrahmen artete der Raumwechsel regelrecht in Stress aus. Und so muss ich leider sagen, dass sich die lange Fahrt nur bedingt gelohnt hat. Das Barcamp war eine interessante Erfahrung, einige der Vorträge waren durchaus sehr gut, wenn auch zu kurz und es war wirklich genial, sich die neuen Geräte live anzusehen und auszuprobieren. Ich bin noch gespannt darauf, die Folien der Sessions durchzugehen, die später hochgeladen werden und das ein oder andere verborgene Juwel zu entdecken.

Auf jeden Fall: Danke droidcon Team!

Schreibe einen Kommentar

Achten Sie darauf, die erforderlichen Informationen einzugeben (mit Stern * gekennzeichnet).
HTML-Code ist nicht erlaubt.