Bericht vom Summer of Widget Workshop in Köln

Donnerstag, 3. September 2009

Wie bereits erwähnt, fand am vergangenen Samstag ein Workshop zum Thema „Entwicklung von mobilen Widgets“ in Köln statt. Hier folgt nun der versprochene Bericht dazu.

Obowhl es schon ein Strecke von Nürnberg nach Köln ist, hat das Programm sich so viel versprechend angehört, dass wir uns dazu entschieden haben, auch eine kleine Delegation in Form von mir dort hinzuschicken. Das Programm hat angekündigt, dass sowohl Vorträge von Spezialisten, als auch die aktive Entwicklung eines mobilen Widgets den Samstag füllen sollten. Meine Neugier war folglich geweckt.

Das Event fand im Mediapark statt. Eröffnet hat es Markus Kucborski von Vodafone, der eine kurze Einführung über die Vodafone Apps gab. Danach folgte ein sehr interessanter Vortrag von Peter-Paul Koch. Er erklärte en detail, wie die W3C Widgets aufgebaut sind, welchen Anforderungen sie gerecht werden müssen und wie man sie zum Laufen bringt.

Im Prinzip zeigt diese Präsentation, wie das Grundgerüst für ein lauffähiges mobiles W3C Widget auszusehen hat. Allerdings bedarf es nun noch eine bißchen Kreativität, damit man Widget basteln kann. Mir persönlich geht es manchmal so, dass ich zwar eine Idee habe, allerdings denke ich mir, dass diese aus technischen Gründen für den mobilen Bereich nicht realsierbar ist. Oder ich stelle mir die Frage, wie komme ich an die Daten? Dieser Einstellung hat der Vortrag von Chris Heilmann zum Thema „Dezentralisierung von Daten“ entgegen gewirkt.

Von Yahoo! gibt es YQL. Mit dieser Technik kann man durch einfache Statements Inhalte von unterschiedlichen Seiten heraus parsen und für seine Seite aufbereiten, sofern man dazu berechtigt ist. In die YQL Konsole trägt man sein Statement ein. Nachdem dieses ausgeführt wird, wird einem sowohl der Output, als auch das JavaScript Snippet generiert. Dieses muss man dann in sein mobiles Widget einbinden und kann über etwas JavaScript auf die Daten zu greifen, ohne die APIs kennen zu müssen. So viel zur Theorie. Nach diesen zwei spannenden Vorträgen hat dann Widgetlabs, denen ich an dieser Stelle danken möchte für die tolle Orga, zum Mittagessen eingeladen.

Konferenzraum im Medienpark

Gut gestärkt haben wir am Nachmittag uns ins Kleingruppen zusammen gefunden und angefangen selbst mobile Widgets zu bauen. Die Entwicklungsumgebung ist schnell eingerichtet, so dass es dann auch schon los gehen kann. Zusammen mit Tomas Caspers und Jens Grochtdreis habe ich erstmal nach einer passenden Idee gesucht. Location Based Service – irgendwas mit Comics – Sport – … uns ist nichts so wirklich spannendes eingefallen. Allerdings habe ich mir gedacht, dass es doch schön wäre, ein Wörterbuch zu besitzen, dass man immer bei sich hat! Und in diesem speziellen Fall hätte ich eins für Köln dringend brauchen können, denn morgens in der Bäckerei hatte ich so meine Probleme das Kölsch die Verkäuferin zu verstehen. Meine Teamkollegen fanden die Idee eigentlich auch ganz gut und somit haben wir uns ans Widgetbauen gemacht. Mit der Hilfe von Chris ist dann eine erste Version entstanden, die schön zeigt, was mit HTML/CSS/JavaScript und YQL alles möglich ist. Eine erweiterte und ganz praktische Version mit mehreren Sprachen gibt es auf Betavine herunterzuladen.

Abschließend zeigten dann alle Gruppen, was sie in der kurzen Zeit geschafft hatten und Vodafone lud dann noch zu einem Kölsch ein! Alles in allem hat mir der Workshop sehr gut gefallen. Die Anzahl der Teilnehmer war optimal und ich habe mitnehmen können, dass man mit mobilen Widgets und Javascript spannende und vorallem auch schicke kleine Progrämmchen bauen kann.

NULL