Webmontag in Frankfurt / Main

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Gestern fand der 33. und für dieses Jahr letzte Webmontag in Frankfurt statt. Benno hielt einen der sechs Vorträge. Es war sehr gut besucht und beim letzten Vortrag gab es sogar Standing Ovations. Hier eine kurze Zusammenfassung der Vorträge in der Reihenfolge, in der sie gehalten wurden. Wer sich lieber die Videos anschauen möchte, et voilà.


Webmontag 33 in Frankfurt


1. "Unity 3D" von Roman Engel


Roman Engel von daubit hat Unity3D vorgestellt, mit dem 3D-Spiele entwickelt werden können. Für mich leider zu technisch, aber eine gute Zusammenfassung gibt es auf Rhein-Main-Startups.


2. "Erfolgreiches Netzwerken & was der Überraschungseffekt damit zu tun hat" von Karim Mustaghni


Karim Mustaghni ist Entrepreneur und Head of Relations bei Hanse Ventures. In seinem Vortrag ging es darum, neue Kontakte zu knüpfen, sein Netzwerk stetig auszubauen und wie man dabei am besten vorgeht. Das wichtigste ist: Zuerst Geben und nicht Nehmen, d. h. stets zu überlegen, wie man anderen helfen kann.


3. "Tablet Usability auf dem iPad und seinen Geschwistern" von Benno


Der letzte Vortrag vor der Pause war dann von Benno. Es ging um die Usability-Do's und -Don'ts von Tablet-Apps. Benno ging auf die typischen iPad-Benutzungs-Szenarios ein, wobei das iPad stellvertretend für Tablets steht. Wie werden iPad-Apps wirklich benutzt und worin liegt der Untschied zu mobilen Apps. Der Vortrag kam gut an, aber Yann von Lotum hat es in seinem Blogartikel treffend auf dem Punkt gebracht: "Lustig, wenn die erste Folie nicht lesbar ist und es um Usability geht."



4. "Sell News - Make the News of Tomorrow" von Slawomir Rybarczyk


Am 15.01.2009 ging das Bild der Notwasserung des Airbus A320 im Hudson River um die Welt. Der Fotograf, der auf den Auslöser drückte, war Privatmann. Das Bild wurde von den Medien aufgegriffen, er erhielt dafür aber kein Geld. Die Auktionsplattform Sell News soll zukünftig Abhilfe schaffen, indem jeder seine Schnappschüsse vom Yeti, Ufos oder Nessi hochladen kann und dann das Bild / Video an den Höchstbietendenen verkauft. So soll das Ganze funktionieren:



Der Fotograf der Notwasserung hat übrigens einen sehr amerikanischen Weg gewählt, um doch noch Geld für das Bild zu bekommen: Er hat sämtliche Medien verklagt, die das Bild verwendet haben und laut Slawomir letztlich einen sechstelligen Betrag erhalten - ob dies vor oder nach Abzug der Anwaltskosten ist, wurde nicht gesagt.


5. "Corrigo - crowdsourced fact-checking" von Tobias Reitz und Kersten A. Riechers


Tobias Reitz und Kersten A. Riechers haben sich im Rahmen ihrer Diplomarbeit damit auseinander gesetzt, die Qualität von Online-Journalismus zu verbessern. So werden nach wie vor die meisten Fehler, die Nutzer melden, von den Redakteuren nicht korrigiert. Leider habe ich mir die Zahlen, die die beiden erwähnt haben, nicht gemerkt, aber es war wirklich erschreckend.


Um dies zu ändern, soll mit Corrigo (lat. ich berichtige) ein Plugin entwickelt werden, mit dem die betreffende Stelle oder Stellen markiert und für jedermann sichtbar gemacht werden. Als Beispiel haben sie einen Artikel aus Zeit Online gewählt, in dem ein Tweet des spanischen Ministerpräsidenten Zapatero erwähnt wurde, der jedoch nicht von ihm selbst, sondern einem Fake-Account abgesandt wurde.


In diesem Fall wurde dies berichtigt, d. h.  die betreffende Stelle gelöscht.


Noch ist das ganze nur ein Konzept. Jetzt suchen sie Entwickler, die ihnen bei der Realisierung helfen. Weitere Infos über dieses Projekt gibt es auf corrigo.org


6. "Timelapse" von Marc Schmidt


Zu Beginn der Veranstaltung hat Darren dem besten Vortragenden einen Getränkegutschein in Aussicht gestellt. Den besten Vortrag hatte nicht für mich Marc Schmidt. Er stellte sein wirklich zeitaufwändiges Hobby vor: "Time Lapse Frankfurt", d. h. Zeitraffer-Videos von unterschiedlichsten Orten Frankfurts. Am besten schaut man sich die Videos selbst mal an und shared und liked sie.


Für dieses Video hat er 9.000 Bilder geschossen, ca. 28 Stunden allein mit der Aufnahme verbracht und noch mal so viel für die Bearbeitung investiert. Es hat sich definitiv gelohnt.



Und weil es so schön war. Hier noch eines:



PS: Der nächste Webmontag Nürnberg findet übrigens am 7.11. im insertEFFECT-Büro statt. Be there!

Wer noch Infos zu den Kameras und seine Erfahrungen beim Fotoshooting haben möchte, hier ist der Vortrag in voller Länge.


Es war ein krönender Abschluss. Last but not least das Zeitraffer-Video des Webmontages.