Was ist Design Thinking?

Unter Design Thinking versteht man einen innovativen Ansatz zum lösen von Problemen und Herausforderungen. Es geht primär darum, neue Ideen und Lösungen zu finden, die aus Kunden- und/oder Nutzersicht überzeugen. Design Thinking wird meistens nicht als Methode verstanden, sondern viel mehr als ein Ansatz, der aus den gleichwertige Grundprinzipien Team, Raum und Prozess besteht.

Design Thinking Team bei der Arbeit

 

Was Sie bei Design Thinking mit insertEFFECT erwartet

Mit Design Thinking rückt der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Verhaltensweisen in den Fokus. Dabei verlieren wir nie die technische Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit aus den Augen. Wir sind auf der Suche nach einem echten „need“, den wir mit der einer innovativen Lösung bedienen können.

Mit Methoden aus Marktforschung und Ethnographie werden zunächst tatsächliche Bedürfnisse sowie Probleme ergründet und versteckte Treiber erforscht. Im Anschluss geht es ganz undeutsch darum, Ideen nicht auszudiskutieren und von Beginn an mit Kennzahlen zu begraben, sondern durch Papier-Prototypen schnell erlebbar zu machen.

Der Moment der Wahrheit liegt in sogenannten Quick-Test mit potenziellen Kunden. So werden kostengünstig und in kürzester Zeit Schwachstellen aufgedeckt und das Kundeninteresse getestet. Dabei ist Scheitern nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht, denn so ist es
möglich sich in kurzen Entwicklungsschleifen einem idealen Produkt oder einer Dienstleistung anzunähern.
Wir beobachten, erschaffen, testen, lernen und entwickeln co-kreativ unsere Innovation kontinuierlich weiter.

Kostenintensive und mit Risiko behaftete Entwicklungen im stillen Kämmerchen können da nicht mithalten!
Dieses Vorgehen erfordert ein offenes Mindset und neue Prozesse im Unternehmen.
Die am Menschen orientierte Entwicklung hilft Ihnen, Ihre Kunden besser zu verstehen und neue Möglichkeiten zu entdecken. Dabei erhöht sich sowohl Geschwindigkeit, als auch die Effektivität der Entwicklung neuer Lösungen. Das Ergebnis sind Produkte und Dienstleistungen mit einer hohen Gebrauchstauglichkeit (Usability) und eine höhere Kundenzufriedenheit.

Die Grundprinzipien von Design Thinking

Ausgangspunkt in dem Gestaltungsprozess sind drei grundsätzliche Fragestellungen:

  • Begehrlichkeit ⇒  Was wünscht sich unser Kunde wirklich?
  • Machbarkeit ⇒ Was ist technisch und organisatorisch machbar?
  • Wirtschaftlichkeit ⇒ Was ist finanzierbar?

Design Thinking im Mittelpunkt zwischen Technik, Mensch und Wirtschaft

Die entwickelten Lösungen sollten eine Schnittmenge aus diesen drei Elementen beinhalten. Um dies zu erreichen, besteht der Entwicklungsprozess aus folgenden Leitlinien:

  • Einsatz von Fähigkeiten und Perspektiven eines multidisziplinären Teams (aus allen Bereichen des Unternehmens)
  • Einbeziehung des Kunden / Nutzers in die Gestaltung und Entwicklung;
  • Ein klares Verständnis des Kunden / Nutzers, seiner Aufgaben und der Umgebung in der er sich bewegt;
  • Am Menschen ausgerichteter Gestaltungsprozess, der mit Daten und Erhebungen gestützt wird
  • Berücksichtigung des gesamten Benutzererlebnisses
  • Iterativer Prozess

 

Interaktionen

Betrachtet werden Mensch-Mensch- und Mensch-Maschine-Schnittstellen, um die Integration neuer Technologien zugunsten einer nutzungsfreundlichen und kundenorientierten Lösung zu finden. Endergebnis ist ein gestaltetes Kundenerlebnis, in dem Funktionalität und Emotionalität gleichermaßen berücksichtigt werden. Da die emotionale Ebene der Interaktion des Kunden mit den Prozessen und mit den Kontaktpunkten zum Unternehmen systematisch in einem Gestaltungsprozess entwickelt werden.

 

Die Wirkung des Raumes

Ein eigener Projektraum mit einer kreativen Atmosphäre und Ausstattung ermöglicht dem Team, aus den Alltagsrollen heraus zu gehen, sich inspirieren zu lassen und zu entfalten. Bleiben die einzelnen Schritte und Phasen sichtbar, kann das Team besser in den Entwicklungsprozess ein-tauchen.

 

Begrenzter Zeitrahmen

Viele Menschen merken, dass sie am besten funktionieren, wenn konkrete Zeitvorgaben gesetzt sind. So ist es empfehlenswert auch hier einen Zeitrahmen für den Entwicklungsprozesse mit Zwischenschritten zu definieren.

 

Begegnung auf Augenhöhe

In einem interdisziplinären Team ist es wichtig, dass Status und Titel vor der Tür bleiben. In einem Design Thinking Prozess sind alle Meinungen, Ideen und Bedenken gleich wichtig. Eigene Befindlichkeiten müssen abgelegt werden, um sich auf das gemeinsame Gestalten einlassen zu können.

Wie funktioniert Design Thinking?

Je nach Ansatz besteht der Prozess aus 3, 5 oder 6 Stufen. Wir empfehlen und verwenden das vom Hasso Plattner Institut definierte 6 stufige Modell, bestehend aus:

 

Die verschiedenen Schritte des Design Thinking - Verstehen, Beobachten, Synthese, Ideenfindung, Paper-Prototyp, Quick-Test

Verstehen

Im ersten Schritt setzt man sich mit der Problemstellung auseinander, schafft im Team ein gemeinsames Verständnis davon. Wichtig ist hierbei auch in den Problem-Kontext zu gehen und divergent zu denken. Durch die Festlegung einer Design Challenge (Kernfragestellung) wird ein Suchraum festgelegt, mit dem man sich im folgenden auseinander setzt.

 

Beobachten

Durch Beobachtung, Interviews oder andere ethnographische Methoden werden im nächsten Schritt Bedürfnisse und Verhaltensweisen von Personen aus der Ziel- bzw. Nutzergruppe erforscht.

 

Synthese

Aus den Ergebnissen wird ein Standpunkt definiert und ein Möglichkeitsraum entwickelt, innerhalb dessen anschließend Ideen generiert werden. Profile von exemplarischen Personen erstellt (Persona) und durch verschiedene Methoden im Team Empathie für den dargestellten Kunden entwickelt.

 

Ideenfindung

Die Design Challenge in Verbindung mit dem Möglichkeitsraum bildet nun den Startpunkt für die folgende Ideengenerierung. Durch die Anwendung von mindestens zwei unterschiedlichen Kreativitätstechniken werden nun LösungsIdeen entwickelt.

 

(Paper-) Prototyping

Beim (Paper-) Prototyping arbeitet man haptisch und versucht durch frühes Erstellen von Prototypen Ideen greifbar bzw. erlebbar zu machen. Der Fokus liegt dabei weniger auf die detailgenaue Ausarbeitung, sondern vielmehr auf umfassendem Experimentieren und Sammeln von neuen Einsichten. Das hat den Vorteil, dass das interdisziplinäre Entwicklungsteam eine gemeinsame Sprache entwickelt. Mit jeder Wiederholung dieser Phase werden die Prototypen ausgereifter.

 

Quicktest

In der letzten Phase werden die Prototypen auch gleich einem ersten Test mit Personen aus der Ziel- bzw. Nutzergruppe unterzogen. Je nach dem wie das Feedback bzw. der Quicktest ausfällt springt man an die entsprechende Stelle im Design Thinking Prozess.

Durch das Wiederholen und Abwechseln der verschiedenen Schritte (Iteration) entsteht ein zunehmend besseres Verständnis für das Problem und mögliche Lösungen. Design Thinking strebt also nach einem Wechselspiel von Beobachten, Interpretieren, Aufstellen von Hypothesen sowie Ausprobieren und dem daraus resultierenden Annähern und Erreichen einer Lösung.

Dieser Prozess beinhaltet auch ein schnelles, frühes Scheitern – sozusagen ein Mantra „scheitere schnell, früh und kostengünstig“. Dieses frühe Scheitern ist in bisher üblichen Innovationsprozessen eher nicht der Fall. Somit kann durch Design Thinking nicht nur ein am tatsächlichen Bedürfnis des Kunden ausgerichtetes Produkt oder eine Dienstleistung entwickelt werden, sondern auch die Entwicklungskosten gesenkt werden.

Wann sollte man Design-Thinking nutzen?

Design Thinking eignet sich für verschiedene Themen. Zur Entwicklung neuer Produkte, oder Verbesserung existierender Produkte. Aber auch zur Bearbeitung interner Themen wie zum Beispiel Human Ressource Development.

Anwendungsgebiete von Design Thinking

Die verschiedenen Anwendungsgebiete von Design Thinking
Bildquelle: Studie des Hasso-Plattner-Instituts in Kooperation mit der Stanford University „Parts Without a Whole?„, 2015.

 

Sie wollen mehr über Design Thinking mit insertEFFECT erfahren?

Wenn Sie bereit sind, sich auf eine neue Herangehensweise einzulassen und sich ein Stück weit zu öffnen, Ihren Kunden und Stakeholder in einen Co-Kreativen Prozess mitzunehmen und Ergebnisoffen heranzugehen, dann ist die erste Hürde schon geschafft.

Wir helfen Ihnen durch niederschwellige Formate wie einer einfachen Übung und anschaulichen Best Practices, diese neue Methode Kennenzulernen und zu entscheiden, ob diese Herangehensweise etwas für sie ist.

Am Anfang, bevor wir mit Ihnen in die Projektarbeit mit Design Thinking einsteigen, steht die Definition der Design Challenge (=Suchfeld). Diese muss wohl überlegt und formuliert, da sie die Leitplanken sowie den Prozess (die notwendigen Schritte) stark beeinflusst. Davon hängt unter anderem auch der Projektzeitraum ab. Ist es ein Thema, dass sich in einem Sprint von 5 Tagen bearbeiten lässt, oder doch über einen Zeitraum von mehreren Monaten.

Wir finden dabei immer eine Herangehensweise, die zu Ihnen passt!

Generell arbeiten wir eng mit Ihnen und dem Projektteam (Mitarbeiter Ihrer Organisation und Externe) zusammen. Wir moderieren, vermitteln Methoden, übernehmen Teilaufgaben federführend oder leiten Ihre Mitarbeiter bei der Durchführung von Schritten an. Sie sind aktiver und wesentlicher Bestandteil eines Design Thinking Projektes. Wir begleiten Sie dabei von der Entwicklung der Design Challenge bis hin zur Implementierung des Neuen in Ihr Produktportfolio bzw. Unternehmen.

 

Ihr persönlicher Ansprechpartner

Andreas Fehr

Andreas Fehr
Lead Service Designer
Telefon: 0911/274487-165
E-Mail: design-thinking@inserteffect.com